Letzte Dinge

Liebes Freiburger Theater- und Konzertpublikum,
ich freue mich sehr, in meinem fünften Jahr als Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters Freiburg noch einmal das Konzertprogramm vorstellen zu dürfen. Dabei ist dieser Vorgang auch von großer Wehmut geprägt und dem Gefühl der Unmöglichkeit, noch alles unterzubringen, was ich unbedingt noch mit diesem großartigen Ensemble musiziert hätte. Trotzdem habe ich mir noch einige Wünsche erfüllen dürfen und hoffe darauf, mit möglichst vielen von Ihnen und Euch noch die ein oder andere Sternstunde mit einem Orchester auf der Höhe seines Vermögens (und der Zeit) teilen zu können. Da es sehr schwer war, sich final zu entscheiden, welche Werke es sein sollen, gibt es auch hier schon einen besonderen Hinweis auf eine noch kurzfristig erfolgte Programmänderung und ein besonderes Konzert. In unserem 3. Sinfoniekonzert möchte ich Dmitri Schostakowitschs 8. Sinfonie statt Peter Tschaikowskis Pathétique erklingen lassen, aus immer dringender werdendem aktuellen Anlass und meiner eigenen sehr emotionalen Erfahrung mit diesem monumentalen Werk: einem von Schostakowitsch selbst so beschriebenen „Requiem“ für die Opfer des Krieges, auf welcher Seite auch immer diese erlitten seien, und eine Anklage der Sinnlosigkeit solchen Verlusts von Leben und Menschlichkeit. Ich bitte darum, diesen Sinneswandel zu entschuldigen, lade damit aber alle herzlich ein, Zeuginnen eines der profundesten Werke des mittleren 20. Jahrhunderts zu werden.
Daneben möchte ich besonders auf das „Nachfolgereignis“ des Zyklus‘
Brahms – ein Herbst aus der Spielzeit 2024/25 mit dem Philharmonischen Orchester hinweisen, diesmal im 6. & 7. Sinfoniekonzert mit den 4 Sinfonien Robert Schumanns und diesmal mit der jungen lettischen Dirigentin Izabelė Jankauskaitė geteilt. Und dann kommt auch schon mein letztes, das 8. Sinfoniekonzert, in dem die 1. Sinfonie, die meinen Einstieg ins Dirigentenleben maßgeblich geprägt hat, auf das bisher spektakulärste Auftragswerk meine Karriere trifft: Es ist uns gelungen, die bedeutende Komponistin Liza Kim zu bewegen, ein neues Werk und eine Art neues Gruppen für die drei großen Freiburger Musikensembles zu komponieren. Gemeinsam bringen es das Freiburger Barockorchester, das Ensemble Recherche und das Philharmonische Orchester im 8. Sinfoniekonzert* auf die Bühne. Uraufführung! Toller könnte ich mir meinen Abschied nicht vorstellen.

André de Ridder
Generalmusikdirektor

Sinfoniekonzerte

1. Sinfoniekonzert

»Drei Komponisten, drei Wege der Verwandlung.«

Variation ist hier kein Schmuck, sondern Bewegung. Gerhard Markson führt durch einen Abend, der Klang als lebendigen Prozess denkt: Johannes Brahms’ Haydn-Variationen eröffnen mit konzentrierter Energie – klare Linien, federnde Rhythmen, ein stetes Leuchten unter der Oberfläche. Musik, die sich verwandelt, ohne ihren Kern zu verlieren. Im Zentrum steht Sonja Villforth mit Gerald Finzis Klarinettenkonzert. Ihr Ton verbindet Wärme und Präsenz, Geschmeidigkeit und Profil. Die Klarinette erzählt in weiten Bögen, findet intime Farben und setzt doch markante Akzente – lyrisch, aber nie sentimental, beweglich, stets gespannt. Edward Elgars Enigma-Variationen für großes Orchester beschließen den Abend als vielschichtiges Panorama: Charaktere treten hervor, Stimmungen wechseln, Dynamiken verdichten sich. Zwischen feiner Ironie und großer Geste entsteht ein Sog, der trägt. Ein Konzert voller Kontur, Atem und klanglicher Intensität.

Johannes Brahms (1833 – 1897): Haydn-Variationen
Gerald Finzi (1901 – 1956): Klarinettenkonzert
Edward Elgar (1857 – 1934): Enigma -Variationen

Dirigent: Gerhard Markson
Klarinette: Sonja Villforth
Philharmonisches Orchester Freiburg
Konzerthaus Freiburg, am 20. Oktober 2026

2. Sinfoniekonzert

»Rhythmische Glut trifft auf metaphysische Weite. Kein Platz für mehr dazwischen.«

Karol Szymanowskis Sinfonie Nr. 4, die „Sinfonia concertante“, ist ein Werk der Bewegung. Kein Solokonzert im klassischen Sinn, sondern ein vibrierender Austausch zwischen Klavier und Orchester. Das Klavier treibt, kommentiert, widerspricht – es ist Impuls und Widerlager zugleich. In den Händen von Tamara Stefanovich wird dieser Solopart zur präzisen Energiequelle: klar konturiert, analytisch durchdrungen und doch voller innerer Glut.
Anton Bruckners 9. Sinfonie dagegen denkt in einer musikalischen Ästhetik, die an die Innenräume von Kathedralen erinnert. Weite Spannungsbogen, eruptive Ausbrüche, fragile Momente von entrückter Stille. Der erste Satz ringt mit dem Schicksal, das Scherzo hämmert unerbittlich, das Adagio öffnet einen Raum jenseits von Zeit. André de Ridder formt diese Musik nicht als Monument, sondern als lebendigen Prozess: atmend, klar, mit Sinn für
Struktur und Abgrund. Zwei Werke, die Intensität nicht behaupten, sondern herstellen.

Karol Szymanowski (1882 – 1937): Sinfonie Nr. 4 „Sinfonia concertante“
Anton Bruckner (1824 – 1896): Sinfonie Nr. 9

Dirigent: André de Ridder
Klavier: Tamara Stefanovich
Philharmonisches Orchester Freiburg
Konzerthaus Freiburg, am 3. November 2026

3. Sinfoniekonzert

»Ein Atem vor dem Fallen – und keiner fängt dich auf.«

Ein einzelnes Cello, roh und verletzlich, tastet sich durch Nebel und Schwerkraft. Die isländische Komponistin Anna Thorvaldsdottir schreibt in ihrem Cellokonzert Before we fall kein Solo, sie entfesselt ein Kräftefeld: Das Orchester atmet, knistert, zieht, stößt ab. Klang wird Landschaft, Widerstand, Sog. Man hat das Gefühl: Gleich passiert etwas. Das Cello schwebt – und doch könnte es jeden Moment kippen. Before we fall ist Musik wie ein Augenblick kurz vor dem Sprung, ein vibrierender Moment zwischen Kontrolle und Kontrollverlust.
Dmitri Schostakowitsch hat zeitlebens unter dem Stalinistischen System gelitten. Viele Nächte saß er auf gepackten Koffern, weil er nicht wusste, ob er vielleicht doch noch abgeholt und in eines der Lager verfrachtet würde. Schostakowitsch rang mit der Sinnlosigkeit von Gewalt. Seine 8. Sinfonie versteht er als Requiem für die Verluste auf allen Seiten. Bis zuletzt hat es der russische Komponist geschafft, seinem Protest musikalische Gestalt zu verleihen. Seine Achte ist ein bewegendes Zeugnis gegen Krieg, Hass und Hetze.

Anna Thorvaldsdottir (1977): Before we fall (Cellokonzert)
Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975): Sinfonie Nr. 8

Dirigent: André de Ridder
Violoncello: Johannes Moser
Philharmonisches Orchester Freiburg
Konzerthaus Freiburg, am 15. Dezember 2026

4. Sinfoniekonzert

»Ein Epochen-Panorama sondergleichen: Von der Spätromantik zur Zweiten Wiener Schule.«

Richard Strauss’ sinfonische Dichtung Tod und Verklärung eröffnet das 4. Sinfoniekonzert als existenzielles Drama in Tönen. Aus dem Ringen des Körpers wächst Vision – bis sich das Verklärungsthema in strahlender Weite erhebt.
Alban Bergs Violinkonzert Dem Andenken eines Engels führt diesen Gedanken weiter: Die Solovioline tastet, singt, klagt. Tanzrhythmen kippen ins Fragile, Zwölftonreihen öffnen sich zum Choral. Am Ende steht kein Pathos, sondern ein stilles, inniges Aufscheinen von Trost. Mit Schönbergs Komposition Verklärte Nacht weitet sich der Klangraum noch einmal: spätromantische Dichte, glühende Chromatik, ein Strom aus Spannung und Erlösung. Die Fünf Orchesterstücke schließlich konzentrieren alles auf reine Wahrnehmung – flirrende Farben, abrupte Kontraste, Musik als seismografisches Erfassen innerer Zustände. Ein Abend zwischen Aufbruch, Erinnerung und Verwandlung. Ein Best-Off von Spätromantik und Zweiter Wiener Schule kurz vor der Freiburger Premiere von Moses und Aron.

Richard Strauss (1864 – 1949): Tod und Verklärung
Alban Berg (1885 – 1935): Dem Andenken eines Engels (Violinkonzert)
Arnold Schönberg (1874 – 1951): Verklärte Nacht
Arnold Schönberg: Fünf Orchesterstücke

Dirigent: André de Ridder
Violine: Antje Weithaas
Philharmonisches Orchester Freiburg
Konzerthaus Freiburg, am 16. Februar 2027

5. Sinfoniekonzert

»Wer heile rausgeht, hat nicht richtig hingehört.«

Ein Flirren im Halbdunkel: In Midnight Sun Variations der finnischen Komponistin Outi Tarkiainen scheint die Zeit aus den Fugen zu geraten, als hätte die Nacht beschlossen, nicht mehr weiterzugehen. Licht ohne Schatten, Stillstand mit innerem Beben. Das Orchester schimmert, atmet, zieht weite Kreise – und unter der Oberfläche arbeitet es, glüht es, wartet etwas. Dann öffnet sich eine Wunde: das Violinkonzert von Jean Sibelius. Die Solostimme kommt nicht geschniegelt daher, sie kommt aus der Stille. Tastend, rau, mit aufgerissener Intensität. Kein Virtuosen-Feuerwerk, sondern Seelendrama auf offener Bühne. Jeder Ton ein Risiko, jeder Aufschwung ein Balanceakt. Und Sibelius’ 1. Sinfonie? Ein junger Komponist am Rand seiner eigenen Möglichkeiten. Dunkle Klarinetten, aufbrandende Streicher, plötzliche Helligkeit wie ein Riss im Himmel. Zwischen Pathos und Abgrund, zwischen Aufschrei und Schweigen formt sich eine Stimme, die nicht gefallen will, sondern gelten. Musik als Selbstfindung!

Outi Tarkiainen (1985): Midnight Sun Variations
Jean Sibelius (1865 – 1957): Violinkonzert
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 1

Dirigent: Artem Lonhinov
Violine: Dmytro Udovychenko
Philharmonisches Orchester Freiburg
Konzert Konzerthaus Freiburg, am 23. März 2027

6. & 7. Sinfoniekonzert

»Schumann – Ein Frühling.«

Vier Sinfonien, zwei Konzertabende – eine musikalische Jahreszeit zwischen Aufbruch, Zweifel und Triumph. Robert Schumann schrieb keine Monumente, sondern klingende Tagebücher voller Energie und Persönlichkeit. Die 1. Sinfonie, die „Frühlingssinfonie“, ist sein strahlender Start ins sinfonische Abenteuer. Die 2. Sinfonie wirkt konzentrierter, kämpferisch, aus innerer Spannung gespeist. Am zweiten Abend öffnet die 3. Sinfonie, die „Rheinische“, weite Klanglandschaften, festlich und fließend. Die 4. Sinfonie schließlich: dunkel glühend, hochdramatisch, als großer zusammenhängender Atem komponiert. An zwei Abenden spielt das Philharmonische Orchester Freiburg unter der Leitung von André de Ridder und Izabelė Jankauskaitė alle vier Schumann-Sinfonien – zwei pro Konzert. Zwei Abende, ein Kosmos: Schumann als ungestüme, poetische Lebensbewegung.

Robert Schumann (1810 – 1856): Sinfonie Nr. 1 „Frühlingssinfonie“
Sinfonie Nr. 2
Sinfonie Nr. 3 „Rheinische Sinfonie“
Sinfonie Nr. 4

Dirigent*innen: André de Ridder, Izabelė Jankauskaitė
Philharmonisches Orchester Freiburg
Konzerthaus Freiburg, am 13. und 14. April 2027

8. Sinfoniekonzert

»Gipfeltreffen fahrender Gesellen.«

Wenn Freiburgs Musikszene einmal wirklich „alle Register zieht“, dann so: Das Philharmonische Orchester Freiburg, Ensemble Recherche und das Freiburger Barockorchester bündeln durch gemeinsame Auftragskompositionen ihre musikalischen Kräfte. Im 8. Sinfoniekonzert dieser Spielzeit bringt in Anlehnung an Karlheinz Stockhausens legendäre GRUPPEN ein neues Werk der australischen Komponistin Liza Lim alle drei Klangkörper zusammen. Liza Lim betreibt Klangforschung mit Hochspannung: schillernd, körperlich, präzise, voller überraschender Farben und kraftvoller Impulse. Dazu Gustav Mahlers nicht minder gigantische 1. Sinfonie: der große sinfonische Aufbruch, ein Werk zwischen Naturidylle und Abgrund, zwischen Marsch, Tanz und Ekstase. Mahler erschafft in dieser Sinfonie eine ganze Welt und entfesselt am Ende ein jubelndes Finale. Ein ebensolches Finale wird dieses Konzert auch für den scheidenden Generalmusikdirektor André de Ridder. Dabei sein ist alles!

Liza Lim (1966): The Forth River (of time) (UA)
Gustav Mahler (1860 – 1911): Sinfonie Nr. 1

Dirigent: André de Ridder
Philharmonisches Orchester Freiburg, Ensemble Recherche, Freiburger Barockorchester
Konzerthaus Freiburg, am 6. Juli 2027

Kompositionsauftrag des Theater Freiburg, ermöglicht durch die Ernst von Siemens Musikstiftung. [+Logo]

Kammerkonzerte

1. Kammerkonzert

Ludwig van Beethoven: Duett mit zwei obligaten Augengläsern in Es-Dur
György Kurtág: Jelek, játékok és üzenetek („Zeichen, Spiele und Botschaften“) für Streichtrio
Bedřich Smetana: Streichquartett Nr. 1 in e-Moll „Aus meinem Leben“

Mit Hongyuan Luo, Rémi Alarçon (Violine), Zsuzsanna V Nagy (Bratsche), Lusine Arakelyan (Violoncello)
Winterer-Foyer, am 18. Oktober 2026

2. Kammerkonzert

Camille Saint-Saens: Klavierquartett Nr. 2 in B-Dur, op. 41
Johannes Brahms: Klavierquartett Nr. 3 in c-Moll, op. 60

Mit Ingo Ziemke (Violine), Carlos Cota López (Viola), Armando Renzi (Violoncello), Aziz Kortel (Klavier)
Winterer-Foyer, am 6. Dezember 2026

3. Kammerkonzert

Samuel Coleridge-Taylor: Nonett in f-Moll, op. 2 für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass und Klavier
Sergej Prokofiev: Quintett in g-Moll, op. 39 für Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Kontrabass
Jean Françaix: Oktett für Klarinette, Fagott, Horn, 2 Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass

Mit Anja Tritschler (Oboe), Oliver Shermacher (Klarinette), Susanne Keck (Fagott), Rita Salgado i Ricart (Horn), Eva Schall, Friederike Hess-Gagnon (Violine), Adrienne Hochman (Viola), Dina Fortuna-Bollon (Violoncello), Clara Heilborn (Kontrabass), Maximilian Langer (Klavier)
Winterer-Foyer, am 17. Januar 2027

4. Kammerkonzert

»Zum 200. Todesjahr Beethovens.«

Ludwig van Beethoven: Streichquartett Nr. 3 in D-Dur, op. 18
Streichquartett in f-Moll, op. 95 „Quartetto serioso“
Streichquartett in F-Dur, op. 135

Mit dem Bertold Quartett: Michael Dinnebier, Katja Schill-Mahni (Violine), Robert Woodward (Viola), Tomohisa Yano (Violoncello)
Winterer-Foyer, 14. Februar 2027

5. Kammerkonzert

Gabriel Fauré: Klavierquartett Nr. 1 in c-Moll, op. 15
Olivier Messiaen: Quatuor pour la fin du temps

Mit Oliver Shermacher (Klarinette), Rémi Alarçon (Violine), Cristina Alvarado (Viola), Lusine Arakelyan (Violoncello), Natacha Gaudet (Klavier)
Winterer-Foyer, am 7. März 2027

6. Kammerkonzert

Werke von Tielman Susato, Antonio Vivaldi, Claude Debussy, Duke Ellington u.a.

Mit Isabel Forster (Horn), Rudolf Mahni, Marc Oberle (Trompete), Malte Hörberg, Hubert Mayer, Roman Viehöver, Roman Bozzetta (Posaune), Hellmut Karg (Tuba)
Winterer-Foyer, am 25. April 2027

7. Kammerkonzert

Werke von Cipriano de Rore, Georg Philipp Telemann und Nicole Chamberlain, u. a.

Mit Nina Grund (Flöte), Roman Bozzetta (Posaune), Lorenz Bozzetta (Cembalo)
Winterer-Foyer, am 30. Mai 2027

8. Kammerkonzert

Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett Nr. 2 in D-Dur, KV 155
Claude Debussy: Streichquartett in g-Moll, op. 10
Leoš Janáček: Streichquartett Nr. 2 „Intime Briefe“

Mit Eva Schall, Kyoko Fujii (Violine), Robert Woodward (Viola), Dina Fortuna-Bollon (Violoncello)
Winterer-Foyer, am 27. Juni 2027

Sonderkonzerte

EröffnungskonzertTF

Dieses Eröffnungskonzert ist weder Rückblick noch Best-of, sondern ein Aufbruch. Ein vibrierender Abend, der die Türen aufstößt für alles, was kommt. Mit musikalischen Kostproben, die Lust auf die nächsten Monate machen. Mit dem Eröffnungskonzert laden euch das Philharmonische Orchester Freiburg, das Opernensemble, der Opernchor des Theater Freiburg und unsere Dirigenten André de Ridder und Artem Lonhinov zum feierlich-schmissigen Auftakt und zum musikalischen „Willkommen in der neuen Saison!“ ein.

Dirigenten: André de Ridder, Artem Lonhinov
Großen Haus , am 27. September 2026

NeujahrskonzertTF

Die Tür zum neuen Jahr öffnen wir mit Schwung und Swing: George Gershwins Suite aus Porgy and Bess mit seinem unverwechselbaren Sound zwischen Opernhaus und Harlem, großen Melodien und scharfen Rhythmen. Hier funkelt das Orchester wie eine Big Band, und aus jeder Ecke blitzt ein Hit hervor: sinnlich, direkt und voller Lebenskraft. Dazwischen Songs, die Geschichte geschrieben haben: Cole Porter mit Eleganz und dem perfekten Swing, Ella Fitzgerald als pure Stimm-Magie und Nina Simone, die jeden Ton in Wahrheit verwandelt, mal samtig, mal rau, aber immer berührend. Und zum Schluss: Maurice Ravels La Valse – der Walzer im Rausch. Ein Tanz auf Messers Schneide, berauschend, riskant und unwiderstehlich. Begrüßt das neue Jahr gemeinsam mit Brandy Butler und dem Philharmonischen Orchester unter André de Ridder.

Dirigent: André de Ridder
Gesang: Brandy Butler
Konzerthaus Freiburg, am 1. Januar 2027

FilmmusikkonzertTF

Wann wird Filmmusik zum Kanon? Wann kippt ein Soundtrack vom Kinomoment ins kollektive Gedächtnis – von der Szene zum Mythos? Beim Filmmusikkonzert im Theater Freiburg setzt das Orchester genau dort an, wo Bilder sich ins Herz gebrannt haben. Themen, die wir mit einem Atemzug erkennen. Harmonien, die Gänsehaut auslösen, bevor wir wissen, warum. Große Leinwand-Momente ohne Leinwand – stattdessen Klang in 3D, live und elektrisierend. Zwischen
epischer Weite, intimem Flüstern und rhythmischem Drive entsteht ein Abend, der fragt: Was bleibt? Was trägt? Und wer entscheidet eigentlich, was unsterblich wird? Vielleicht sind es genau diese Nächte, in denen Musik sich ihren Platz im Kanon erobert.

Dirigent: Johannes Knapp
Großes Haus, am 12. Mai 2027

StummfilmkonzertTF

Harold Lloyd in Ausgerechnet Wolkenkratzer!

Hoch hinaus – und bloß nicht runterschauen! Beim Stummfilmkonzert zu Ausgerechnet Wolkenkratzer! wird das Theater zur Live-Arena: Harold Lloyd hängt am Uhrzeiger eines Wolkenkratzers, die Stadt pulsiert unter ihm und im Saal hält niemand den Atem an – weil das Orchester ihn antreibt. Jeder Schritt ein Risiko, jeder Gag eine Punktlandung. Zwischen slapstickhafter Tollkühnheit und romantischem Herzklopfen jagt der Film nach oben, immer weiter, immer waghalsiger. Die Musik klebt nicht nur am Bild – sie springt, stolpert, rennt voraus, fängt auf. Ein Abend voller Tempo, Nervenkitzel und Vintage-Charme: Schwarzweiß trifft Hochspannung, 1923 trifft jetzt. Und wenn Lloyd schließlich lächelt, wissen wir: Mut ist manchmal nur einen Schritt – oder einen Griff – vom Absturz entfernt.

In Kooperation mit dem Kommunalen Kino Freiburg

Dirigent: Günter A. Buchwald
Großes Haus, am 14. und 17. Juli 2027

Freiburg.Phil ClubTF

Das mittlerweile legendäre und einzigartige Fusion-Format von Generalmusikdirektor André de Ridder: Angesagte
Größen aus Pop, Jazz und der Elektro-Szene fusionieren mit Musiker*innen vom Philharmonischen Orchester Freiburg zu einzigartigen Live-Acts. Weltklasse-Musik ohne Grenzen, spannende Sounds und Überraschungen garantiert. Kuratiert und moderiert von MC André de Ridder – it’s his baby!

In Kooperation mit dem Slow Club und dem Jazzhaus Freiburg

Phil.On.TourTF

Dein Viertel, Dein Orchester!

Wer sagt eigentlich, dass klassische Musik nur was für ein großes Konzerthaus ist? Achtung: Wir können auch anders! Mit Phil.On.Tour – Dein Viertel, Dein Orchester! ist niemand mehr vor „erstklassischer“ Musik sicher. Wir werden kommen. Und wir werden für euch spielen. Direkt in euren Stadtteilen, pur, hautnah und ganz ohne Lack und Frack. Für euch dabei haben wir besondere Programme: Musik, die uns am Herzen liegt und die wir mit euch teilen wollen. Wir sind ein großer Klang, ein Klangkörper aus Freiburg und für Freiburg.

Concert & CrémantTF

Liedkonzerte mit Loungecharakter

Im Winterer-Foyer geben unsere Sängerinnen abwechslungsreiche Liedkonzerte: Ob Soloprogramme bekannter Komponistinnen, thematische Lied-Zusammensetzungen oder gattungsübergreifend von Musical bis Jazz … In diesem Format erlebt ihr ein buntes Liedprogramm und kommt danach mit den Künstler*innen bei einem prickelnden Getränk ins Gespräch.

Pinsa & JazzTF

Die beliebte Kombi aus erlesenen Live-Jazz-Acts und den beliebten Pinsas der TheaterBar zu Sonderpreisen geht in die nächste Runde. Kuratiert vom international renommierten Jazzer Will Bartlett und Generalmusikdirektor André de Ridder – never change a winning Team.

PlingelingTF

Weihnachtsfamilienkonzert [6+]

Und was ist deine Lieblingsweihnachtsmusik, ohne die Weihnachten für dich nicht vollständig ist? Längst hat es sich in ganz Freiburg rumgesprochen: Wenn es Pling macht am Theater … dann werden Wünsche wahr! Zumindest musikalische. Bei Plingeling verwandelt sich das Große Haus ein weiteres Mal in eine vorweihnachtliche Wärmestube – nicht verpassen!

Konzept und szenische Einrichtung: Annika Kirschke
Großes Haus, am 19. und 20. Dezember 2026

Bilder einer AusstellungTF

Familienkonzert [5+]

Generalmusikdirektor André de Ridder greift in seiner letzten Spielzeit am Theater Freiburg auch beim Familienkonzert noch einmal ganz tief in den Klangfarbentopf.

Musikalische Leitung: André de Ridder
Szenische Einrichtung: Annika Kirschke
Großes Haus, am 30. Januar und 28. Februar 2027

Rudi & FriendsTF

Familienkonzerte [6+]

Mit wem Rudi Ratte, unser Orchestermaskottchen, nicht alles befreundet ist! Mozart, Beethoven, und jetzt lernt er auch noch das berühmte Ehepaar Robert und Clara Schumann kennen. Wie immer versprechen diese Begegnungen Spaß und jede Menge gute Musik!

Von und mit Annika Kirschke, Dominik Paul Falkenhan-Weber und dem Philharmonischen Orchester Freiburg
Rudi & Schumann
Kleines Haus, ab 24. Oktober 2026
Rudi & Beethoven
Großes Haus, wieder ab 21. März 2027
Rudi & Mozart
Kleines Haus, wieder ab 12. Juni 2027

Rudi Ratte sucht das PssstTF

Sitzkissenkonzert

Wie viele Sternlein stehen am Himmelszelt? Hat die schon mal jemand gezählt? Wo geht der Mond auf, wie schlafen Blümelein? Und was, wenn Rudi, unser Orchestermaskottchen, gar nicht müde ist? Eine weitere Ausgabe von Rudi Ratte sucht … verspricht ein traumhaftes Konzert für unsere Jüngsten. Dieses Mal mit ganz leisen Tönen … pssst!